Glossar

Was bedeutet eigentlich…?
Der Tod bringt viele Fragen mit sich – Hier finden Sie Antworten.

A

Anonyme Grabstätte
Eine anonyme Grabstätte gibt es für Erd – und Feuerbestattungen. Die Hinterbliebenen erfahren bei dieser Bestattungsart nicht an welcher Stelle der Verstorbene beigesetzt wurde. Sie können auch nicht an der Beisetzung teilnehmen. Nach der Beerdigung wird ihnen nur das Feld mitgeteilt, auf dem die Bestattung stattgefunden hat.

Aschenteilung
Die Aschenteilung wird im Krematorium nach der Einäscherung durchgeführt. Grundsätzlich ist in Deutschland die Teilung von Asche verboten, jedoch gibt es eine kleine, gesetzliche Lücke. Denn eingeäschert wird der Verstorbene immer in einem Sarg. Somit stammt ein kleiner Ascheanteil von dem verbrannten Sargholz. Dieser Anteil darf symbolisch entnommen werden, um zum Beispiel in ein kleines Amulette verfüllt zu werden.

Aufbahrungsfoto
Nachdem der Verstorbene in den Sarg gebettet wurde, werden Fotoaufnahmen gemacht. Diese werden dann von dem Bestatter an die Familie für die Trauerarbeit übergeben.

B

Beratungsgespräch
Das Beratungsgespräch bildet die Grundlage der organisatorischen Einzelheiten für eine Bestattung.

Bestattungsvorsorge
Eine Bestattungsvorsorge kann zu Lebzeiten abgeschlossen werde. Auf diese Weise kann man persönliche Wünsche und Vorstellungen, im Bezug auf die eigene Bestattung regeln. Eine finanzielle Absicherung kann in Form von einer Sterbegeldversicherung oder der Anlage eines Treuhandkontos geschehen.

Bestattungskostenvoranschlag
Der Bestattungskostenvoranschlag wird vom Bestatter i.d.R. unverbindlich und kostenlos erstellt. Er dient der Übersicht aller anfallenden Bestattungskosten (inkl. MwSt), dazu zählen: Die Eigenleistungen des Bestattungshauses (z.B.: Begleitung, Sarg, Urne), die Fremdleistungen (z.B.: Blumen, Traueranzeige) und die Gebühren (z.B: Standesamt, Friedhof).

Bestattungspflicht
Bestattungspflichtig ist nach dem deutschen Gesetzt der nächste Angehörige des Verstorbenen. Das bedeutet, dass er die Pflicht hat, die Bestattung zu veranlassen.

Bestattungszwang
In Deutschland muss jeder Körper und jede Asche eines Menschen an einem, für diesen Zweck vorgesehenen Platz beerdigt werden. Dies regeln die 16 Bestattungsgesetzte der einzelnen Bundesländer (weitere Informationen zu den einzelnen Bestattungsgesetzen erhalten Sie auf: http://de.wikipedia.org/wiki/Bestattungsgesetz).

Bestattungsvollmacht
Die Hinterbliebenen stellen dem Bestattungsunternehmen eine Bestattungsvollmacht aus. Mit dieser Vollmacht ist der Bestatter berechtigt, im Namen der Angehörigen tätig zu werden und alle organisatorischen und behördlichen Angelegenheiten zu regeln.

Bestattungskraftwagen
Der Bestattungskraftwagen (BKW) ist ein Sonderfahrzeug und speziell für den Transport von Verstorbenen ausgestattet und zugelassen.

Baumbestattung – TREE of Life
Die Asche eines Verstorbenen wird, in einem besonderen Verfahren, durch die Wurzeln eines Baumes aufgenommen und „lebt“ somit in  ihm weiter. Mit „Tree of Life“ werden die sterblichen Überreste direkt in den ewigen Kreislauf des Lebens zurückgegeben.

TREE of Life

D

Diamantbestattung
Die Diamantbestattung ist eine Form der Feuerbestattung. Nach der Kremation wird die Asche des Verstorbenen an ein, für die Herstellung eines Erinnerungsdiamanten, spezialisiertes Unternehmen versandt. Dort wird von der gesamte bzw. einem Teil der Asche (je nach Wunsch der Hinterbliebenen) der darin enthaltene Kohlenstoff im Labor isoliert und unter sehr hohem Druck und hoher Temperatur in Graphit verwandelt. In einer speziell für diesen Vorgang entwickelten Maschine wird der Rohstoff mit Hilfe eines kleinen angesetzten Startkristalls, unter simulierten, natürlichen Bedingungen über mehrere Wochen gezogen. Wenn der Wachstumsprozess abgeschlossen ist wird der Startkristall entfernt. Nun wird der Rohdiamant in die gewünschte Form geschliffen. Das beauftragte Bestattungsunternehmen, das den gesamten Prozess in die Wege geleitet hat, übergibt dann den Erinnerungsdiamant an die Familie.
Algordanza
Mevisto

E

Erdbestattung
Bei einer Erdbestattung wird der Verstorbene, gebettet in einem Sarg, auf einem Friedhof in der Erde beigesetzt.

Edelsteinbestattung
Bei der Edelsteinbestattung wird zunächst eine Feuerbestattung durchgeführt. Nach dem Versandt der Asche zu einem auf diese Vorgänge spezialisierten Unternehmen, wird der Asche dann ein von Ihnen ausgewählter Edelstein beigefügt. In einem Zeitraum von zwei Wochen wird der Edelstein nun in der Asche energetisiert. Danach wird die Asche in einem Urnengrab beigesetzt. Die Hinterbliebenen erhalten den Edelstein mit der Energie des Verstorbenen.
Friedjuwel

F

Feuerbestattung
Bei einer Feuerbestattung wird der Verstorbene, gebettet in einem Sarg, im Krematorium eingeäschert. Eine Einäscherung ohne Sarg ist aus technischen Gründen nicht möglich. Die Asche wird nach der Kremation in eine Aschenkapsel gefüllt und diese wird versiegelt. In Deutschland wird jeder Asche eine Schamott-Stein beigelegt, der die Identität des Verstorbenen nachweist.

Finger-Print
Der Bestatter nimmt einen Fingerabdruck von der verstorbenen Person. Daraus kann dann ein Schmuckstück angefertigt werden.

Fäulnis/Gase
Mit dem Tod beginnt der Zersetzungsprozess im Körper. Er beginnt in der unteren rechten Bauchgegend und breitet sich von dort aus. Es entstehen unangenehme Gase, die man als Fäulnisgase bezeichnet. Es ist ein natürlicher Vorgang, der durch Mikroorganismen vorangetrieben wird.

G

Gemeinschaftsgrab
Ein Gemeinschaftsgrab bietet Platz für viele Urnenbestattungen. Hier gibt es meist eine Stele auf der der Name des Verstorbenen, sein Geburts – und Sterbedatum, auf einem Schild vermerkt ist.

H

Hygienische Versorgung
Nach der Verordnung DIN EN 15017 (Europäischer Standard für Bestattungsdienstleistungen) verpflichtet sich der Bestatter, die verstorbene Person achtsam und würdevoll auf die letzte Reise vorzubereiten und hygienisch zu versorgen.

L

Leichnam
Als Leichnam wird der leblose, entseelte Körper eines Menschen bezeichnet.

Leichenstarre
Nachdem die organischen Prozesse im Körper zum Stillstand gekommen sind verhärtet die Muskulatur, da sie nicht mehr mit den notwendigen Stoffen versorgt wird. Die Leichenstarre hält für ein Dauer von 12-48 Stunde, je nach körperlicher Konstitution an.

Leichenschau
Die Leichenschau wird durch den gerufenen Arzt, nach Eintritt des Todes, durchgeführt. Dieser stellt nach gründlicher Untersuchung des Leichnams die Todesbescheinigung aus. Dies ist ein amtliches Dokument welches zusammen mit den Familienpapieren durch den Bestatter beim zuständigen Standesamt eingereicht wird. Dort wird innerhalb von ca. einer Woche die Sterbeurkunde des Verstorbenen ausgestellt.

N

Naturbestattung
Die Asche des Verstorbenen wird in einer Bio-Urne an den Wurzeln eines ausgewählten Familien – oder Gemeinschaftsbaumes beigesetzt.
Friedwald
Ruheforst

Nachlassverbindlichkeit
Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB § 1968) regelt, dass die Erben der verstorbenen Person eine Nachlassverbindlichkeit haben und somit für die Kosten der Bestattung aus dem Erbe aufkommen müssen.

R

Reihengrab
In einem Reihengrab kann nur eine Bestattung stattfinden. Sie werden der Reihe nach vergeben, das heißt, dass die Angehörigen sich die Stelle nicht aussuchen dürfen. Nach Ablauf der Ruhefrist wird die Grabstellen eingeebnet und zu einem späteren Zeitpunkt neu vergeben.

S

Sargbeigaben
Sargbeigaben sind kleine Gegenstände und Erinnerungsstücke die die Hinterbliebenen dem Verstorbenen mit in den Sarg legen. Meist haben Sie einen symbolischen Wert für den Angehörigen. Allerdings gibt auch immer wieder den Umstand, dass der Verstorbene sich einen bestimmten Gegenstand für seine Bestattung gewünscht hat.

Seebestattung
Nachdem eine Feuerbestattung stattgefunden hat, wird die Asche des Verstorbenen in eine spezielle Seeurne, aus schnell vergänglichem Material verbracht und auf der See beigesetzt. Der Beisetzungsort befindet sich außerhalb der 3 Meilen Zone im sogenannten unreinen Grund. Nach der Abschiedszeremonie wird die Urne an einem Seil in das Wasser gelassen. Nach ca. 3 Tagen ist die Urne auf dem Grund vergangen und die Asche wird mit den Bewegungen des Wassers davon getragen.

Sterbegeldversicherung
Eine Sterbegeldversicherung kann zu Lebzeiten abgeschlossen werden und dient dem Zweck, eine bestimmte Geldsumme für den einstigen Bestattungsfall zu sparen.

T

Talar
Als Talar wird das Sterbehemd bezeichnet, welches bei einem Bestattungsunternehmen als letzte Kleidung für den Verstorbenen gewählt werden kann. Grundsätzlich besteht immer die Möglichkeit, die eigene Kleidung des Verstorbenen zu nehmen.

Trauerrituale
Trauerrituale sind symbolische Handlungen. Sie bilden eine persönliche und authentische Gestaltungsmöglichkeit im Abschiedsprozess.

Trauerfeier
Zur Trauerfeier werden alle Bekannten, Freunde und Verwandten des Verstorbenen eingeladen. Hier wird im Rahmen einer feierlichen Zeremonie seines Lebens gedacht. Zuneigung und Liebe werden durch kleine Beiträge der Anwesenden zum Ausdruck gebracht. Der Rahmen wird durch einen Geistlichen oder einen weltlichen Trauerredner geschaffen.

Totenflecken
Nachdem der Blutkreislauf zum Stillstand gekommen ist lagert sich das Blut an den tiefgelegenen Stellen des Körpers ab. So entstehen die rötlichen Flecken auf der Haut eines Verstorbenen. Bis zu 12 Stunden können diese Flecken noch wegmassiert werden.

S

Urnenwand
Eine Urnenwand ist eine überirdische Bestattungsform. Hier wird die Urne in einer dafür vorgesehenen Nische, in einer Wand, beigesetzt.

Überführung
Bei einer Überführung wird die verstorbene Person durch den Bestatter oder auch ein unabhängiges Überführungsunternehmen vom Sterbeort in klimatisierte Räume verbracht.

W

Wahlgrab
Wahlgräber können bereits zu Lebzeiten, zum Beispiel im Rahmen eines Vorsorgevertrages erworben werden. Sie können als Familiengräber für mehrere Bestattungen genutzt werden. Dies erfordert die entgeltliche Verlängerung des Nutzungsrechts der Grabstätte.

Weltraumbestattung
Bei einer Weltraumbestattung findet zunächst eine Kremation statt. Dann wird ein kleiner Teil der Asche, durch das Bestattungsunternehmen, an ein in Amerika ansässiges Unternehmen für Weltraumfahrten versandt. Im Beisein der Angehörigen verlässt dann ein Raumschiff die Erde und verbringt die Minikapsel in das Weltall. In Amerika wird die Bestattungsform Memorial Spaceflights genannt.
Weltraumbestattung