3. Teil „Bestattungswissen“ – Die Abschiednahme

In der fünfteiligen Reihe „Bestattungswissen“ stelle ich Ihnen alle notwendigen Informationen für die Gestaltung einer individuellen und ganzheitlichen Bestattung zur Verfügung.

Im 1. Teil finden Sie einfühlsame Anregungen für den Sterbefall, im 2. Teil erhalten Sie eine Checkliste für ein gutes Beratungsgespräch, im 3. Teil erfahren Sie, welche Bedeutung die Abschiednahme hat, im 4. Teil finden Sie vielfältige Ideen für die Gestaltung der Abschiedsfeier und im 5. Teil bekommen Sie Rat für den Ablauf der Beisetzung.

„Begreifen, was geschehen ist!“

Die offene Aufbahrung

In einem ausführlichen Beratungsgespräch bei dem BestatterIn Ihres Vertrauens, haben Sie sich über die Möglichkeiten einer offenen Aufbahrung, Ihres verstorbenen Angehörigen, informiert. Sie sind mit dem BestatterIn auch der Frage nachgegangen, welcher Ort, für diesen persönlichen und einmaligen Moment richtig sein könnte. Das kann bei Ihnen zu Hause in der gewohnten Umgebung, in den Räumen des Bestattungshauses oder aber auch auf dem Friedhof sein.

„Abschiednehmen!“

Diese Form des Abschiednehmens kann Sie dabei unterstützen zu begreifen, was geschehen ist. Der Schmerz und die Trauer um den Verlust, werden deswegen nicht weniger. Durch die unmittelbare Begegnung mit dem Körper des Verstorbenen, bekommt der Verstand jedoch die Bestätigung, dass der Sterbefall tatsächlich eingetreten ist. Die Auseinandersetzung mit dieser Erkenntnis, kann dann zu einem heilsamen Trauerprozess beitragen.

Diese Momente des Abschiednehmens sind unendlich wertvoll! Denn, sie können nicht wiederholt werden. Darüber sollten Sie also unbedingt in Ruhe nachdenken, bevor Sie eine Entscheidung treffen.

Die Begegnung mit dem Körper des Verstorbenen

Mit den Stunden und Tagen, die nach dem Eintritt des Todes vergehen, verändert sich das äußere Erscheinungsbild des Verstorbenen. Für Sie sichtbar, verändern sich die Gesichtszüge. Die Muskulatur entspannt sich. Das, was den Menschen lebendig gemacht hat, die Seele, hat den Körper verlassen.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass der Moment, in dem man den Körper des Verstorbenen erblickt, innerlich erschüttert. Der Schmerz über den Verlust durchfährt den ganzen Körper. Dieser Moment ist so unerträglich, dass man kaum mehr atmen kann. Und dann geht es darum, diesen Moment auszuhalten. Mehr nicht! Aushalten! Sehe und spüren! Einfach da sein und sich Zeit nehmen dem Schmerz und der Liebe einen Ausdruck zu geben!

Ich möchte Sie dazu ermutigen, Ihren verstorbenen Angehörigen zu berühren, ihn zu streicheln oder zu küssen! Es gibt keine gesundheitlichen Bedenken, keine Einwände anderer Art!

„Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen!“

Eine Aufbahrung des Verstorbenen über mehrere Tage, ermöglicht einem, sich auf den Veränderungsprozess des Körpers einzulassen. Diese Tage geben Ihnen Zeit, den Körper des Verstorbenen freizugeben.

Richten Sie sich nach Ihrem Bauchgefühl

Die Entscheidung für oder gegen eine offene Aufbahrung, sollten Sie nach ihrem Bauchgefühl treffen! Nicht nachdem, was Ihr Verstand Ihnen meint mitteilen zu müssen. Vielleicht braucht es dafür einen Rückzugsort, an dem Sie sich auf Ihr Bauchgefühl, Ihr Bedürfnis konzentrieren können um es wirklich wahrzunehmen!

„Was brauchen Sie um zu begreifen, was geschehen ist?“

Ich glaube daran, dass es ein Leben nach dem Tod gibt! Und ich bin voller Hoffnung, dass all die Dinge, die uns wiederfahren, einen höheren Sinn haben!

Gerne beantworte ich Ihre Fragen zu diesem Thema! Nehmen Sie mit mir Kontakt auf!

Im 4. Teil der Reihe „Bestattungswissen“, werde ich Ihnen von individuellen Möglichkeiten für die Gestaltung einer Abschiedsfeier berichten!

 

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