Der Beruf der Sterbeamme

Ein fast vergessener Beruf aus alten Zeiten, nimmt nun seinen Platz in der Gegenwart wieder ein – von der Weisheit des Sterbens!

„Die Freiheit – Das eigene Leben und das eigene Sterben bewusst zu gestalten!“

Eine Sterbeamme weiß um die tiefen körperlichen und seelischen Prozesse im Sterben und in der Trauer. Sie begleitet Sterbende und ihre Angehörigen dabei diese Prozesse bewusst zu gestalten, um für alle Beteiligten einen heilsamen Abschiedsprozess zu ermöglichen. Ihre Wirkungsstätten sind private Haushalte, Krankenhäuser, Pflegeheime, Palliativzentren und Hospize.

Als lebensbejahende und hoffnungsvolle Persönlichkeit zeichnen sie folgende Eigenschaften besonders aus:

Die Eigenschaften einer Sterbeamme

  • Achtsamkeit
  • Zuhören
  • Mitgefühl zeigen
  • Aushalten können
  • Lösungsansätze für Ungeklärtes und Unausgesprochenes finden
  • Ermutigung zu neuer Hoffnung in Lebenskrisen

Mit Klarheit und Entschiedenheit begleitet sie den Prozess der Loslösung des Sterbenden.

Sie unterstützt alle Betroffenen dabei Unerledigtes zu klären und spricht mit ihnen über die Gestaltung der neue Lebenssituation nach dem Todesfall.

Selbstfürsorge

Eine Sterbeamme ist sich ihrer eigenen Endlichkeit bewusst und kennt ihre Ängste. Sie hat sich intensiv mit der Frage beschäftigt, was der Tod für sie ist und was er für ihr Leben auf der Erde bedeutet. Darüber hinaus weiß sie um ihre Gefühle und Bedürfnisse im Angesicht des Todes und ist fähig diese zu benennen und rituell zu versorgen.

Sie weiß um:
  • Menschen die sie um Unterstützung für sich bitten kann
  • Orte an denen sie sich erholen und Kraft auftanken kann
  • die Versorgung ihrer eigenen Ängste

„Die Sterbeamme unterstützt Betroffene in der Verwandlung ihrer Ängste!“

Die Sterbeamme als Wegbereiterin

Als Wegbereiterin ist die Sterbeamme unmittelbar mit allen Betroffenen im Kontakt. Sie nimmt dabei eine passiv-aktive Rolle ein. Sie gestaltet den Prozess so, dass alle Beteiligten, sowohl der Sterbende selbst und seine Familie, eingebunden und bedacht werden. Sie trägt dafür Sorge, dass jeder Beteiligte des Prozesses in seinem individuellen Bedürfnis gesehen wird. Ihre Unterstützung findet Ausdruck in verschiedenen Angeboten dem Sterbeprozess bewusst zu begegnen. Dabei bedient sie sich der Anwendung verschiedener Rituale und Bilder.

„Das Leben und den Tod als eine Einheit anerkennen!“

Die Sterbeamme als Wegbegleiterin

Ist der Weg durch Gespräche und die Benennung der verschiedenen Bedürfnisse bereitet, trägt die Sterbeamme dafür Sorge, dass jeder seinen Platz in diesem Prozess einnehmen und ausfüllen kann. Sie unterstützt die Situation durch ihre Begleitung, bleibt dabei aufmerksam zurückgenommen, um den Betroffenen die größtmögliche Freiheit und Vertrautheit zu ermöglichen. Wird ihre Begleitung gebraucht, ist sie mit vollem Bewusstsein da und gestaltet den Prozess im Sinne der Betroffenen.

„Die Liebe zu dem Verstorbenen kann auf neue Weise in das Leben integriert werden!“

Eine Sterbeamme ist darüber hinaus in der Lage zu erkennen, wenn ein Prozess nicht mehr gesund verläuft. Sie hat ein großes Netzwerk und leitet die betroffenen Personen an die entsprechenden Experten weiter.

Die Sterbeammen/Sterbegefährten Akademie von Claudia Cardinal

„Der Tot als Lebenskrise hinterfragt schonungslos den Sinn des eigenen Lebens!“

Die Geburt und das Sterben/der Tod sind wohl die größten existenzielle Krisen im Leben eines Menschen. An der Sterbeammen-/Sterbegefährten – Akademie von Claudia Cardinal® werden Frauen und Männer für die Begleitung von Menschen in Lebenskrisen ausgebildet.

Haben Sie weitere Frage zu diesem Thema? Gerne stelle ich für Sie den Kontakt zu einer Sterbeamme oder einem Sterbegefährten in Ihrer Umgebung her!

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